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Kurze und knappe Einführung
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Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Demokratie: Geschichte - Formen - Theorien (Taschenbuch) Hans Vorländers hier vorliegendes Büchlein vermittelt auf kleinem Raum einen Einstieg in die Ursprünge der modernen Demokratie, deren wichtigste Vordenker und die Probleme und Voraussetzungen für die Schaffung einer "gouvernment by the people, of the people, and for the people" (Lincoln).
Erstaunlich symbiotisch liest sich "Demokratie". Auf eine strikte Trennung von Theorie- und Praxiskapiteln wird verzichtet. Vielmehr werden die Theoretiker (Rousseau, Montesquieu, Locke usw.) anhand von Beispielen (USA, Frankreich, England, Weimar, BRD) präsentiert und ihrer praktischen Relevanz beurteilt. Besonders aufschlussreich sind die Ursprungskapitel, die über die Vorformen der modernen Demokratie - attische Versammlungsdemokratie und römischer Republikanismus - Auskunft erteilen. Auf sie wird immer wieder zurückgegriffen, sei es bei den theoretischen Konzeptionen des Mittelalters und der frühen Neuzeit, sei es bei der modernen repräsentativen Demokratie.
Die weiteres Kapitel behandelt die Voraussetzungen, eine Demokratie zu errichten. Dabei kommen nicht nur die alten Theoretiker zu Wort, auch Manfred G. Schmidt, der Guru der modernen Demokratieforschung, kommt hier zu Wort.
Nach einem kürzeren Abschnitt über die Strukturprobleme modernen Demokratien präsentiert Vorländer schließlich die wichtigsten Demokratiemodelle für eine globalisierte Gesellschaft, wobei er nichts Neues zur Diskussion beiträgt, sondern zugeben muss, dass bisherige Modelle noch mehr als unzureichend sind.
Alles in allem ein sehr gut lesbares, nicht allzu viele Vorkenntnisse benötigendes Büchlein, das ich nur empfehlen kann.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 25. Oktober 2005 |